Der Entwurf

Der QDesigner ist ein Werkzeug mit dem ein Fragebogen in einer Datenbank angelegt werden kann. Der Entwurf eines Fragebogens wird häufig mit einer Textverarbeitung vorgenommen. Bei der Übertragung so eines Entwurfs auf eine HTML-Seite die im Internet dargestellt wird, sieht dann das Ergebnis anders aus als erwartet.

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Der Entwurf sollte mit einem HTML-Editor vorgenommen werden
  • Ein Bildschirm hat ein anderes Format als ein Blatt Papier
  • Farben wirken auf einem Bildschirm anders als gedruckt
  • Den Fragebogen für eine bestimmte Bildschirmauflösung optimieren
  • Fragebogenseiten auf Bildschirmgröße hin optimieren – Seitenumbruch planen
  • Standardisiertes Layout für Schriften und Farben für die einzelnen Bereiche (Kopf,Fuß, Epilog, Prolog, Gruppen, Fragen, Antworten, Erläuterungen) festlegen
  • Zwangseingaben und freie Eingaben planen
  • Vorschau Ja/Nein
  • Seitennummerierung Ja/Nein
  • Standardisierte Antwortmöglichkeiten lassen sich gut auswerten
  • Kurze Fragebögen finden eine bessere Akzeptanz

Aufbau

Der QDesigner hat folgende Elemente um den Aufbau eines Fragebogens zu gestalten:

  1. Kopf und Fußbereich: Die hier hinterlegten Texte werden auf jeder Seite angezeigt.2. Prolog: Der hier hinterlegte Text wird zu Beginn des Fragebogens angezeigt.3. Epilog: Der hier hinterlegte Text wird mit Abschluss des Fragebogens angezeigt.
  2. Gruppe: Eine Gruppe ist die Zusammenfassung von zusammengehörigen Fragen, d.h. jede Frage mit ihren Antworten wird einer Gruppe zugeordnet. Eine Gruppe kann eine Bezeichnung erhalten, die angezeigt werden kann. Sinnvollerweise hat eine Gruppe so viele Fragen, wie im Internet auf einer Bildschirmseite dargestellt werden können.
  3. Fragetypen: Es gibt folgende Typen
  • Multiple Choice – Einfach: Es ist nur eine Antwort zulässig.
  • Multiple Choice – Mehrfach: Es sind n Antworten zulässig. Die Anzahl kann festgelegt werden.
  • Eingabe: Es kann freier Text erfasst werden. Textlänge und Anzahl Zeilen kann festgelegt werden.
  • Prozent: Über n Antwortmöglichkeiten müssen 100%-Punkte verteilt werden.
  • Zuordnung: Als Antwort kann ein hinterlegter Wert zugeordnet werden.
  • Rangfolge: Vorgegebene Werte müssen in eine Rangfolge gebracht werden.

Zu jeder Frage kann ein erläuternder Hilfstext angelegt werden, der dem Anwender das Ausfüllen erleichtert und das Verständnis der Frage steigert.

  1. Antwortmöglichkeiten: Jedem Fragentyp können n Antwortmöglichkeiten zugeordnet werden. Sie können je nach Platzbedarf und Umfang vertikal oder horizontal angeordnet werden. Soll die Antwortmöglichkeit statistisch ausgewertet werden, darf ihr numerischer Wert nicht mit Text gemischt werden.

Formatierung der Fragebogenelemente:

Für jedes der beschriebenen Elemente können standardisierte Formatierungen hinterlegt werden. Diese Formatierungen lassen sich ähnlich wie in einer Textverarbeitung mit folgenden Parametern vornehmen:

  • Schrift: Art, Stil, Dicke, Effekt, Farbe, Schreibstil, Größe
  • Rahmen: Stil, Farbe, Dicke – oben, unten, links, rechts
  • Hintergrund: Farbe
  • Positionierung: Textausrichtung, Blocksatz, Eingaberichtung

Mit diesen Parametern, lässt sich ein Fragebogen sehr individuell formatieren, wobei zu beachten ist, dass es im Web nicht alle Schriftarten und -größen wie in gängigen Textverarbeitungen gibt.

Weitere Funktionen im QDesigner

Folgende Funktionen können für den Aufbau eines Fragebogens genutzt werden:

  • Mehrsprachigkeit: Ein Fragebogen kann in mehreren Sprachen angelegt werden. Auswertungen können über alle Sprachvarianten und/oder je Sprache erfolgen
  • Teilnehmerspezifische Fragen: Je Fragebogen können n Teilnehmer angelegt werden, die identische Fragen verwenden. Zusätzlich können je Teilnehmer spezifische Fragen angelegt werden. Auswertungen können für den allgemeinen Teil über alle Teilnehmer und für die spezifischen Fragen je Teilnehmer vorgenommen werden.
  • Sprungadressen: In Abhängigkeit von Schlüsselfragen kann über die Antwort gesteuert werden, welche Fragen der Anwender als nächstes beantworten soll. Solche Schlüsselfragen sollten immer mit einer Zwangseingabe ver­bun­den sein.
  • Tickets: Ist es gewünscht, dass ein Fragebogen von einem geschlossenen Benutzerkreis ausgefüllt wird, können Tickets erzeugt werden. Tickets sind alphanumerische Begriffe mit denen der Anwender den Fragebogen einmalig aufrufen kann. Damit ist es ausgeschlossen, dass eine Person den Frage­bogen mehrfach ausfüllen kann. Nach Abschluss der Befragung kann die Teilnahmequote ermittelt werden.
  • Links: Für jeden Teilnehmer an einer Fragebogenaktion können verschie­dene Links angelegt werden. Diese Links werden am Ende des Fragebogens angezeigt. Über diese Links kann der Anwender, der den Fragebogen im In­ter­net ausgefüllt hat, direkt die mit den Links verbundenen Internetseiten auf­rufen. Zusätzlich kann ein Link für eine Weiterleitung des Anwenders hinter­legt werden. Nach Abschluss der Befragung wird der Anwender automatisch auf die hinterlegte Seite weitergeleitet.
  • Vorschau: Bei Bedarf kann eine Funktion aktiviert werden, die es dem An­wender erlaubt sich den Fragebogen anzusehen bevor oder während er ihn ausfüllt. Aus dieser Vorschau kann der Fragebogen auch über die Standard Browserfunktionalität ‚Drucken‘ ausgedruckt wer­den.
  • Seitennummerierung: Die auszufüllenden Fragebogen können wahlweise ohne oder mit Seitennummerierung angezeigt werden. Statt der Seitennum­mern kann wahlweise auch ein Fortschrittsbalken mit Prozentangabe ange­zeigt werden.

Auswertungen

Alle Auswertungen erfolgen über Excel auf dem QDesigner-Server. Sie werden als Excel Auswertungen dem Kunden zur Verfügung gestellt. Kundenspezifische Anpas­sungen sind daher mit wenig Aufwand zu machen.

Auswertungen können bei mehreren Teilnehmern teilnehmerübergreifend und teil­nehmerspezifisch erfolgen.

Es wird zwischen gruppierten und ungruppierten Auswertungen unterschieden.

Ungruppierte Auswertungen geben je Frage und den mit ihr verbundenen Antwort­möglichkeiten die jeweilige Anzahl der absoluten und relativen Antworten, sowie die jeweiligen Gesamtwerte für die Frage an.

Nach Multiple Choice Fragen einfach können die Antworten auch gruppiert werden. Wird z.B. nach dem Geschlecht gefragt, werden in der Auswertung alle Antworten nach dem jeweiligen Geschlecht gruppiert. Der Aufbau ist wie bei der un­grup­pierten Auswertung. Die Gruppierung ist für bis zu 3 Ebenen möglich (z. Bsp. Ge­schlecht, Alter, Schulbildung). Wichtig! Fragen nach denen gruppiert werden soll, sollten immer als Zwangsabfrage gestaltet werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit alle Fragen mit den Einzelantworten als Tabelle auszuwerten. Auf Basis dieser Tabelle können dann individuelle Auswertungen vorgenommen werden.